Bringen neue Betten neue Gäste?
Österreich zählt unter Reisenden zu den weltweiten Top-Destinationen. Laut Weltwirtschaftsforum ist die Alpenrepublik das zweitattraktivste Tourismusland der Welt. Der Tourismussektor trägt konstant über 15 % zum BIP bei, im Krisenjahr 2009 konnten sogar Marktanteile gewonnen werden. Die positive Grundstimmung spiegelt sich in den Planungen der Tourismusmanager wider – in den nächsten fünf Jahren sind 16.000 zusätzliche Hotelbetten geplant. Doch bringen neue Betten zusätzliche Gäste oder führen sie zu einem zu einem Preiswettbewerb, der die Wirtschaftlichkeit der Hotelbetriebe gefährdet? Dieser Frage geht die Studie "Bringen neue Betten neue Gäste?" nach, die gemeinsam mit der ÖHV – Österreichische Hoteliervereinigung erstellt wurde.
Verdrängungswettbewerb in heimischer Qualitätshotellerie
Der starke internationale Wettbewerb hat in den letzten Jahren zu einer Weiterentwicklung des hochwertigen Angebots in Österreich geführt. Die Zahl der Betten in der Qualitätshotellerie (5- und 4-Sterne-Betriebe) verzeichnete in den letzten zehn Jahren einen Zuwachs von über 30 % – für den Zeitraum 2010-2013 wird ein weiteres Wachstum von 9 % prognostiziert. Gleichzeitig erzielen Mitbewerber wie die Schweiz und Italien für die gleiche Qualität um 26 % höhere Preise. Diese Faktoren lassen auf ein Überangebot an Betten im Spitzensegment schließen.
In manchen Bundesländern und Destinationen führte der, aus dem Bettenzuwachs resultierende Verdrängungswettbewerb bereits zu erheblichen Auslastungsrückgängen und Preisverfall. Vielerorts konnten die schon niedrigen Preisniveaus des Krisenjahres 2009 nicht gehalten werden. Viele 5- und 4-Sterne-Betriebe arbeiten an der Grenze der Wirtschaftlichkeit: Hohe Entschuldungsdauern und zu geringe Eigenkapitalquoten sind deutliche Indikatoren für eine Existenzbedrohung.
Hoffnung Auslandsmärkte
Eine Verbesserung der Situation ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Angebot und Nachfrage werden 2015 noch stärker auseinanderklaffen. Darüber hinaus prognostiziert das Weltwirtschaftsforum für Österreich kürzere Aufenthaltsdauern, spätere Buchungen und eine Tendenz zu niedrigeren Preisen. Einzig die Auslandsmärkte könnten die Bettenauslastung in der Qualitätshotellerie beflügeln, vor allem Mittel- und Osteuropa birgt noch Potenzial. Fraglich ist jedoch, ob das jetzige Budget der Österreich Werbung ausreicht, um neue Auslands-Gäste anzusprechen.
Neue Betten bringen also nicht automatisch neue Gäste. Daher ist ein Appell an die Entscheidungsträger notwendig, verstärkt kaufkräftige Auslandsmärkte anzusprechen. Dadurch kann ein weiterer essenzieller Beitrag geleistet werden, um bestehende und künftige Kapazitäten auszulasten und gleichzeitig heimische Hotelbetriebe wirtschaftlich zu unterstützen.
Verdrängungswettbewerb in heimischer Qualitätshotellerie
Der starke internationale Wettbewerb hat in den letzten Jahren zu einer Weiterentwicklung des hochwertigen Angebots in Österreich geführt. Die Zahl der Betten in der Qualitätshotellerie (5- und 4-Sterne-Betriebe) verzeichnete in den letzten zehn Jahren einen Zuwachs von über 30 % – für den Zeitraum 2010-2013 wird ein weiteres Wachstum von 9 % prognostiziert. Gleichzeitig erzielen Mitbewerber wie die Schweiz und Italien für die gleiche Qualität um 26 % höhere Preise. Diese Faktoren lassen auf ein Überangebot an Betten im Spitzensegment schließen.
In manchen Bundesländern und Destinationen führte der, aus dem Bettenzuwachs resultierende Verdrängungswettbewerb bereits zu erheblichen Auslastungsrückgängen und Preisverfall. Vielerorts konnten die schon niedrigen Preisniveaus des Krisenjahres 2009 nicht gehalten werden. Viele 5- und 4-Sterne-Betriebe arbeiten an der Grenze der Wirtschaftlichkeit: Hohe Entschuldungsdauern und zu geringe Eigenkapitalquoten sind deutliche Indikatoren für eine Existenzbedrohung.
Hoffnung Auslandsmärkte
Eine Verbesserung der Situation ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Angebot und Nachfrage werden 2015 noch stärker auseinanderklaffen. Darüber hinaus prognostiziert das Weltwirtschaftsforum für Österreich kürzere Aufenthaltsdauern, spätere Buchungen und eine Tendenz zu niedrigeren Preisen. Einzig die Auslandsmärkte könnten die Bettenauslastung in der Qualitätshotellerie beflügeln, vor allem Mittel- und Osteuropa birgt noch Potenzial. Fraglich ist jedoch, ob das jetzige Budget der Österreich Werbung ausreicht, um neue Auslands-Gäste anzusprechen.
Neue Betten bringen also nicht automatisch neue Gäste. Daher ist ein Appell an die Entscheidungsträger notwendig, verstärkt kaufkräftige Auslandsmärkte anzusprechen. Dadurch kann ein weiterer essenzieller Beitrag geleistet werden, um bestehende und künftige Kapazitäten auszulasten und gleichzeitig heimische Hotelbetriebe wirtschaftlich zu unterstützen.

