Roland Berger und WKÖ: Gesundheitsmarkt trotzt der Krise
Umsätze werden sich bis 2020 verdoppeln
Das Thema Gesundheit erweist sich als krisensicher: Durch den medizinisch-technischen Fortschritt, die demografische Entwicklung und das steigende Gesundheitsbewusstsein werden sich die Ausgaben bis 2020 auf rund 70 Milliarden Euro verdoppeln. Rund 40 Prozent entfallen davon auf privat finanzierte Produkte und Dienstleistungen. Die größten Potenziale stecken in den Bereichen Fitness & Wellness, gesunde Ernährung, Wohnen und Tourismus.Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat keine Auswirkungen auf die privaten Gesundheitsausgaben. Das bestätigen die Ergebnisse der Umfrage zum Thema. Demnach erklärten 86% der Befragten, ihr Konsumverhalten im Gesundheitsbereich nicht geändert zu haben. 6% geben in Krisenzeiten mehr für Gesundheit aus, 8% weniger. Der Wertewandel sorgt dafür, dass der Anteil privat finanzierter Gesundheitsausgaben am Warenkorb kontinuierlich wächst. 2020 wird der privat finanzierte Zweite Gesundheitsmarkt in Österreich ein Volumen von 24 Milliarden Euro aufweisen. Die Angebotspalette reicht von freiwilligen Zusatzversicherungen über gesundheitsfördernde Lebensmittelzusätze bis hin zur Kleidung aus Bio-Baumwolle oder Pulsfrequenzmesser. Der Schwerpunkt liegt auf der Gesunderhaltung, Prävention und Vorsorge.
Lebensmittel, Wohnen, Tourismus und Wellness besonders attraktiv
Für österreichische Unternehmen sind vor allem die Bereiche Lebensmittel, Wohnen, Tourismus sowie Fitness & Wellness besonders attraktiv. So wuchs der Markt für Bio-Lebensmittel, Functional Food und Nahrungsergänzungsmittel in den vergangenen Jahren um über 20% jährlich..
Neue Jobs auch in Krisenzeiten
Trotz Wirtschaftskrise entwickeln sich Gesundheitswesen und die damit verbundenen Branchen zum Jobmotor der Volkswirtschaft. In den vergangenen Jahren nahm die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialbereich jährlich um über 2% zu. 2008 arbeiteten erstmals mehr als 350 000 Menschen in diesem Bereich. Während jedoch die solidarische Finanzierung des ersten Gesundheitsmarkts aus öffentlicher Hand zunehmend an ihre Grenzen stößt, erwartet der Berater im Zweiten Markt weiterhin dynamisches Wachstum bei Umsätzen und Arbeitsplätzen.

