Russland und die Ukraine
Die aktuelle Finanzkrise hat einen starken Einfluss auf die gesamte russische und ukrainische Wirtschaft, einschließlich der Konsumgüterindustrie und des Einzelhandels. Der Marktwert der großen Einzelhandelsketten hat sich deutlich verringert. Marktteilnehmer und Experten erwarten für dieses Jahr eine Pleite- und Fusionswelle. Nach umfassenden Refinanzierungs- und Liquiditätsproblemen ist der russische Markt inzwischen im Begriff, sich zu konsolidieren. Den Prozess unterstützt die russische Regierung: Sie ließ eine Liste der führenden Einzelhandelsketten erstellen und autorisierte staatliche Banken, deren Finanzierung und wirtschaftliches Überleben zu sichern. Das Konzept beinhaltet auch die Unterstützung bei der Akquisition kleinerer oder nur regional tätiger Ketten. Die jüngsten Übernahmen zeigen, dass die Preise für Akquisitionen stark sinken. Darüber hinaus haben sich die Markteintrittskosten aufgrund erheblicher Rückgänge bei Mieten, Baumaterialien und Arbeitskosten markant verringert. Internationalen Investoren bietet sich jetzt die ideale Gelegenheit, günstig in einen mittelfristig sehr attraktiven Markt einzusteigen.
Neben niedrigen Kosten kann Russland auch mit positiven wirtschaftlichen Aussichten für 2009 punkten: Die Prognosen gehen von einem moderaten BIP-Wachstum von 2 bis 3,5 Prozent aus, die Inflation wird sich nach 13,5 Prozent im Jahr 2008 bei 10 bis 12 Prozent einpendeln. Die Schwäche des Rubels macht das Produzieren in Russland attraktiv. Wesentlicher Wachstumstreiber ist die Konsumgüterindustrie, doch das Marktumfeld wird sich stark verändern: Eine Verlagerung weg von Premiumprodukten hin zu billigeren Massenartikeln wird erwartet. Der Anteil an Diskontern wird stark wachsen. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach Luxusartikeln in Russland weiter hoch bleiben. Auch große internationale Ketten werden die fortschreitende Marktkonsolidierung für eine Expansion oder den Markteintritt nützen. IKEA, Billa und Auchan beispielsweise überlegen, während der Krise auf dem russischen Markt zu expandieren. Andere Unternehmen, wie H&M oder Selgros, nutzen die günstigen Bedingungen für einen Eintritt in den russischen Markt. Auch in der Konsumgüterindustrie intensivieren Unternehmen wie Nestle, Tata, SAB Miller und Danone ihre Russlandaktivitäten.
Mit jährlichen Wachstumsraten von über 25 Prozent ist der ukrainische Einzelhandelsmarkt der am schnellsten wachsende in Europa. Doch der Marktanteil großer Ketten ist mit 44 Prozent sehr gering. Es gibt also noch erhebliches Potenzial für die Entwicklung moderner Formate. Trotz dieser attraktiven Bedingungen konnten bisher nur wenige internationale Akteure wie Metro, Zara, Obi oder Spar signifikante Marktanteile erreichen. Roland Berger erwartet, dass in den kommenden Jahren viele internationale Unternehmen auf den Markt drängen werden. Der ukrainischen Wirtschaft droht im Jahr 2009 eine Rezession, aber schon 2010 soll es wieder aufwärts gehen. Darüber hinaus wird sich der Anstieg der Verbraucherpreise in den kommenden zwei Jahren deutlich verlangsamen. Das macht den Markt für internationale Player interessant. Bisher waren der überhitzte Immobilienmarkt und die Verfügbarkeit von geeigneten Grundstücken die wesentlichen Markteintrittsbarrieren. Doch das hat sich in den letzten Monaten geändert.
Damit hat die Krise aber auch den Weg für internationale Investoren geebnet. Unternehmen mit einer starken Kapitaldecke, z.B. Billa, Metro oder die ukrainische Kette Furshet, nutzen die Situation, um zu wachsen. Weniger finanzkräftige Player wie die russischen Unternehmen Mosmart, X5 und Vester oder die serbische Delta Maxi Gruppe werden die Ukraine hingegen verlassen. Die Tür in den ukrainischen Markt ist 2009 weit offen.
Neben niedrigen Kosten kann Russland auch mit positiven wirtschaftlichen Aussichten für 2009 punkten: Die Prognosen gehen von einem moderaten BIP-Wachstum von 2 bis 3,5 Prozent aus, die Inflation wird sich nach 13,5 Prozent im Jahr 2008 bei 10 bis 12 Prozent einpendeln. Die Schwäche des Rubels macht das Produzieren in Russland attraktiv. Wesentlicher Wachstumstreiber ist die Konsumgüterindustrie, doch das Marktumfeld wird sich stark verändern: Eine Verlagerung weg von Premiumprodukten hin zu billigeren Massenartikeln wird erwartet. Der Anteil an Diskontern wird stark wachsen. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach Luxusartikeln in Russland weiter hoch bleiben. Auch große internationale Ketten werden die fortschreitende Marktkonsolidierung für eine Expansion oder den Markteintritt nützen. IKEA, Billa und Auchan beispielsweise überlegen, während der Krise auf dem russischen Markt zu expandieren. Andere Unternehmen, wie H&M oder Selgros, nutzen die günstigen Bedingungen für einen Eintritt in den russischen Markt. Auch in der Konsumgüterindustrie intensivieren Unternehmen wie Nestle, Tata, SAB Miller und Danone ihre Russlandaktivitäten.
Mit jährlichen Wachstumsraten von über 25 Prozent ist der ukrainische Einzelhandelsmarkt der am schnellsten wachsende in Europa. Doch der Marktanteil großer Ketten ist mit 44 Prozent sehr gering. Es gibt also noch erhebliches Potenzial für die Entwicklung moderner Formate. Trotz dieser attraktiven Bedingungen konnten bisher nur wenige internationale Akteure wie Metro, Zara, Obi oder Spar signifikante Marktanteile erreichen. Roland Berger erwartet, dass in den kommenden Jahren viele internationale Unternehmen auf den Markt drängen werden. Der ukrainischen Wirtschaft droht im Jahr 2009 eine Rezession, aber schon 2010 soll es wieder aufwärts gehen. Darüber hinaus wird sich der Anstieg der Verbraucherpreise in den kommenden zwei Jahren deutlich verlangsamen. Das macht den Markt für internationale Player interessant. Bisher waren der überhitzte Immobilienmarkt und die Verfügbarkeit von geeigneten Grundstücken die wesentlichen Markteintrittsbarrieren. Doch das hat sich in den letzten Monaten geändert.
Damit hat die Krise aber auch den Weg für internationale Investoren geebnet. Unternehmen mit einer starken Kapitaldecke, z.B. Billa, Metro oder die ukrainische Kette Furshet, nutzen die Situation, um zu wachsen. Weniger finanzkräftige Player wie die russischen Unternehmen Mosmart, X5 und Vester oder die serbische Delta Maxi Gruppe werden die Ukraine hingegen verlassen. Die Tür in den ukrainischen Markt ist 2009 weit offen.

