Restrukturierung in Mittel- und Osteuropa
Aufgrund der Finanzkrise und ungelösten strukturellen Problemen wächst der Bedarf an Restrukturierungen in Mittel- und Osteuropa (MOE). Unternehmen in der Region reagieren zunehmend rascher auf Krisen, in vielen Fällen fehlen aber noch entsprechende Frühwarnsysteme. Bei der Sanierung setzen sie hauptsächlich auf Umsatzsteigerung und eine Verringerung der Materialkosten. Die Reduzierung der Personalkosten steht – im Gegensatz zu Westeuropa – (noch) nicht im Mittelpunkt. Problematisch bleibt der geringe Eigenkapitalanteil der Unternehmen in MOE.
69 Prozent der befragten Unternehmen haben in den vergangen drei Jahren Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. In Westeuropa waren es im Vergleichszeitraum 81 Prozent. Hauptgrund für Restrukturierungen ist die Reorganisation von Unternehmensstrukturen und -prozessen, gefolgt von Kostensenkungsmaßnahmen und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Diese Reihenfolge ist die gleiche wie in Westeuropa.
Die Restrukturierungsstudie wurde bereits zum vierten Mal von Roland Berger Strategy Consultants in verschiedenen Ländern durchgeführt.

