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ÖSTERREICH
 
 

Restrukturierung im Schatten der Subprime-Krise

Bei österreichischen Unternehmen hat sich der Zeitraum zwischen Krisenerkennung und Beginn der Restrukturierung seit der letzten Befragung von 15 auf 7 Monate verkürzt. Damit liegt das Land europaweit an der Spitze. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen setzen mittlerweile bereits bei einer strategischen Krise Gegenmaßnahmen, etwa ebenso viele reagieren dann, wenn sich die Strategie- in eine Ergebniskrise verwandelt hat. Nur mehr drei Prozent handeln erst in der Liquiditätskrise. In Mittel- und Osteuropa liegt dieser Wert bei zwölf Prozent. Hier vergehen im Schnitt auch 22 Monate, bis Maßnahmen in die Wege geleitet werden.

Allerdings weitet sich die Dauer einer Restrukturierung hierzulande immer mehr aus – 20 Monate dauert ein solches Projekt im Schnitt. Das ist insofern bedenklich, als der Erfolg umso geringer ist, je länger sich die Maßnahmen hinziehen. Außerdem verlieren die Ziele zusehends an Ambition: Sie liegen heute im Schnitt 15 Prozent unter denen der vorhergehenden Befragung von 2006. Dies mag mit dem grundsätzlich erfreulichen Trend zusammenhängen, dass die Unternehmen von einer reinen Kostensenkung zur ganzheitlichen Restrukturierung übergegangen sind.

Obwohl rund die Hälfte der befragten Unternehmen bei der Finanzierung von Restrukturierungsmaßnahmen auf Kredite angewiesen ist, werden Auswirkungen der Subprime-Krise vor allem auf die österreichische Wirtschaft, kaum aber auf das eigene Unternehmen befürchtet. Insbesondere die indirekten Folgen werden noch nicht erkannt: 86 Prozent der Befragten wollen ihr zukünftiges Wachstums mit zusätzlichen Krediten sichern, obwohl dieser Ansatz heute als teuer und problematisch angesehen werden muss. Trotz optimistischer Einschätzungen zum Wachstum erwarten die Befragten spätestens in zwei bis drei Jahren wieder Restrukturierungsbedarf. – Bereits zum vierten Mal wurde diese Studie in Österreich durchgeführt, die Ergebnisse mit den Untersuchungen aus den vergangenen Jahren verglichen.

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