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ÖSTERREICH
 
 

CEE Headquarters: Effectively managing a fragmented growth region

47 Prozent der in Mittel- und Osteuropa (MOE) tätigen Unternehmen haben – überwiegend aus historischen Gründen – ihr Headquarter in Wien. Statt Verfügbarkeit von hochqualifizierten Managern bestimmen inzwischen steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen, die Nähe zum Kunden und die Anbindung an eine hochrangige Verkehrsinfrastruktur die Standortentscheidung. Konkurrenten für Österreich sind dabei vor allem die neuen EU-Staaten: In Ungarn befinden sich 20 Prozent der Zentralen, in Slowenien 13 Prozent und in Tschechien und Kroatien je 10 Prozent.

Bedeutung und Rolle variieren beträchtlich: Manche Osteuropazentralen sind stark und führen die Region zentralistisch. Andere regionale Headquarter bestehen aus dem Management und wenigen Servicemitarbeitern. Der Trend geht allerdings zu kleineren Einheiten. Außerdem lautet die Devise: Koordinieren statt entscheiden. Schlanke und effiziente Netzwerkstrukturen ersetzen dabei traditionelle Organisationsmodelle.

Eine wachsende Anzahl an Unternehmen unterteilt die heterogene Wachstumsregion in Subregionen mit großen Staaten wie Russland oder Polen als eigenen Gesellschaften. Dies verringert zwar die Komplexität und trägt lokalen Besonderheiten Rechnung, gleichzeitig gehen aber Synergien verloren und es entstehen oft sehr kleine Managementeinheiten.

Ein Sonderfall innerhalb der Region bleibt Österreich. Zählte das Land früher eindeutig zu Westeuropa, so führen es heute immer mehr Unternehmen als Teil von MOE. Dies hat meist pragmatische Gründe: Viele Unternehmen haben ihre Osteuropazentrale in Wien. Als interessante Alternative zu hergebrachten Organisationsmodellen setzen immer mehr internationale Unternehmen auf Netzwerkstrukturen. Dabei vernetzen sich multinationale Kompetenzzentren mit allen relevanten zentralen und lokalen Einheiten.

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