• Alumni  
  • FacebookTwitterLinkedInXingRSS
  • Weitere Webseiten
 
ÖSTERREICH
 
 

Master the next buyout wave: European private equity outlook 2008

Das Geschäft der europäischen Private-Equity(PE)-Gesellschaften kam im Sommer 2007 fast gänzlich zum Erliegen. Im Rekordjahr 2006 dagegen hatte die Branche das Volumen der getätigten Investitionen um mehr als 50 Prozent steigern können. Die Ursachen für diesen drastischen Rückgang liegen in den Nachwirkungen der Finanzmarkt-Krise, der Erwartung eines nachlassenden Wirtschaftswachstums, steigenden Zinsen und einem schwieriger werdenden Börsenumfeld. Alle diese Faktoren werden den Markt auch im kommenden Jahr unter Druck halten.

Für Beteiligungsgesellschaften sind straffe Restrukturierungsmaßnahmen bei ihren Beteiligungen derzeit der wesentliche Erfolgsfaktor. Erfahrungen aus den USA zeigen, dass hier bei Einbindung der PE-Gesellschaft in das Management etwa 65 Prozent des ROI erreicht werden.

Das Misstrauen aufgrund der US-Immobilienkrise lähmt den Markt. Beteiligungsgesellschaften müssen ihre Projekte daher in größerem Ausmaß selbst finanzieren – so werden Deals deutlich kleiner oder kommen nicht zustande. Außerdem werden Investitionen wieder deutlich konservativer getätigt. Der Fokus bleibt auf Late Stage Buyouts, Startup- und Expansionsfinanzierung verliert volumenmäßig weiter an Bedeutung. Auch in Österreich nimmt der Anteil an Buyouts stark zu (2005: 13%, 2006: 40%), liegt allerdings deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Aufgrund der großen Geldmenge am Markt war der Druck, geeignete Investitionen zu tätigen, schon vor dem Markteinbruch groß. Vor allem in kleinen Märkten wie Österreich ist es sehr schwierig, geeignete Übernahmekandidaten zu finden.

Wegen der weiter steigenden Zinssätze müssen Beteiligungsgesellschaften nun höhere Erträge erzielen, um die Kredite abdecken zu können. Beteiligungen selbst können wegen ihrer Überschuldung Probleme bekommen. Außerdem werden für 2008 geringere Zuwachsraten auf den Aktienmärkten erwartet, was das Umfeld für Exits weniger attraktiv macht.

Weitere Publikationen