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ÖSTERREICH
 
 

Globalizing the value chain: The future of R&D in Austria/Germany

Die Globalisierung macht auch vor sicher geglaubten Bereichen wie Forschung und Entwicklung (F&E) nicht halt. Immer größere Teile der Wertschöpfungskette werden ins Ausland verlagert. Hauptgrund sind der Zugang zu neuen Technologien (z.B. für Holz & Papier, Chemie, Pharma, IT) und Märkten (z.B. für Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferer und Konsumgüter), weniger die geringeren Kosten.

F&E sollten im vorliegenden Zusammenhang nur mehr bedingt in einem Atemzug genannt werden: Während die Grundlagenforschung bei einem Viertel (A) bis einem Drittel (D) der 135 befragten Unternehmen im Heimatmarkt bleibt, gibt es bei der Entwicklung klare Globalisierungstendenzen, auch um sich den Kundenwünschen vor Ort anzupassen. Nach wie vor konzentrieren jedoch ein Viertel (A) bzw. ein Fünftel (D) der Unternehmen ihre gesamten F&E-Aktivitäten in der Heimat. Als Ausweichländer für Forschungsstandorte spielen Westeuropa und – für Österreich – auch Osteuropa eine große Rolle. China und Indien rangieren mit einstelligen Prozentwerten unter den Schlusslichtern. Insgesamt agieren österreichische Unternehmen – aufgrund der Enge des Marktes – bei F&E internationaler als deutsche.

Während die Zukunft des Forschungsstandortes Österreich stabil erscheint, erhöht sich der Druck auf die Entwicklung vor Ort durch die zunehmende Aufsplitterung des Bereichs. Ausländische Unternehmen sind weitaus kostensensibler als heimische. Hat sich ein Unternehmen für die Verlagerung seines F&E-Standortes entschieden, gibt die Verfügbarkeit von hoch qualifizierten technischen und wissenschaftlichen Fachkräften den Ausschlag auf die Frage des Wohin

Die F&E-Ausgaben in Österreich sind seit 1998 um annähernd 100 Prozent gewachsen, liegen jedoch weiterhin unter denen in Deutschland, ganz zu schweigen von den Ranglistenersten Israel und Finnland. Unterrepräsentiert in diesem Segment ist Hightech.

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