Umwelttechnologien – Wachstumschance für Österreichs Wirtschaft
Österreich braucht langfristig neue Wachstumsimpulse. Spätestens 2010 wird die Thermik der Ostöffnung abflauen, die das Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren trägt. Daher sind verstärkte Innovationen in Hightech-Bereichen wie der Umwelttechnologie dringend nötig, denn deren Anteil am BIP hinkt im internationalen Vergleich noch. Besonders drastisch zeigt das die Sparte Energieeffizienz, die in Deutschland bereits 2,1% des BIP erwirtschaftet, in Österreich dagegen nur 0,2%. Selbst im Bereich Recycling und Abfallwirtschaft hat Deutschland Österreich inzwischen überrundet.
Teilweise spielen österreichische Firmen aber schon heute eine führende Rolle am internationalen Parkett, etwa bei erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Recycling. Umwelttechnologie wird sich bis zum Jahr 2030 in Österreich zu einer Leitindustrie mit mehr als 30 Milliarden Euro Umsatz und 20.000 neuen Arbeitsplätzen entwickeln und damit die Holzverarbeitung und die Chemie zurückdrängen. Ihr Anteil am Umsatz aller Wirtschaftsbereiche wird von derzeit zwei Prozent auf mehr als das Vierfache steigen.
Der Masterplan der Bundesregierung sieht einen Schulterschluss zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft vor; nun kommt es auf die Umsetzung der Ideen an. – Weltweit werden die Umweltindustrien 2020 rund 2,2 Billionen Euro umsetzen und sich damit zur neuen Boomindustrie des 21. Jahrhunderts entwickeln.
Die Untersuchung basiert auf dem "Öko-Atlas Deutschland", den Roland Berger Strategy Consultants für das deutsche Umweltministerium erstellt hat.

