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ÖSTERREICH
 
 

Development of the automotive supplier industry in Eastern Europe

Die Bedeutung der Automobilzulieferindustrie in Mittel- und Osteuropa (MOE) wächst enorm. 2013 wird jedes zehnte weltweit erzeugte Auto aus der Region kommen. Insbesondere die Zulieferindustrie glänzt mit hohen Wachstumsraten von zuletzt 14,5 Prozent (Westeuropa: 2,5%). Neben den klassischen Automobilländern Tschechien, Slowakei und Polen entwickelt sich Russland zum zentralen Zukunftsmarkt. Aber auch Rumänien und die Türkei rücken ins Blickfeld der Zulieferer.

Marktführer in der Region sind überwiegend lokale Töchter großer internationaler Zulieferer. Heimischen Unternehmen mangelt es dagegen an Größe, sie sind nur lokal aktiv, weniger profitabel und wachsen wesentlich langsamer. Problematisch dabei ist, dass Know-how und Erträge oft abgezogen werden und wichtige Entscheidungen in der Zentrale irgendwo auf der Welt fallen. Die lokale Zulieferbasis muss gestärkt werden, damit sich nachhaltig eine regionale Zulieferindustrie entwickeln kann, die hochwertige Komponenten herstellt und auch bei schrumpfenden Kostenvorteilen überleben kann – so wie es in Österreich zu beobachten ist.

Fazit für das Management: In Mitteleuropa gilt es die Produktivität zu erhöhen, um schrumpfende Kostenvorteile wettzumachen. Spätestens ab 2010 ist hier auch mit einem verlangsamten Wachstum zu rechnen. Südosteuropa muss sich auf die erwartete zweite Investitionswelle vorbereiten und die Qualität der Arbeitskräfte und Produkte sicherstellen. In den GUS-Staaten geht es um den Aufbau einer nationalen Zulieferindustrie und das Erreichen internationaler Qualitätsstandards. Die Türkei als Sonderfall kann sich als Brückenkopf zum Nahen Osten etablieren und ist daher eine langfristig interessante Alternative. Als Fragezeichen bleibt die dortige politische Entwicklung.

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