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ÖSTERREICH
 
 

Auswirkungen der Finanzkrise auf Österreich und MOE

Österreicher pessimistisch, Mitteleuropäer optimistisch, kein klares Bild für Russland

Roland Berger befragte mehr als 250 Führungskräfte aus Österreich und MOE zu den Auswirkungen der Finanzkrise. Dabei erwarten fast drei Viertel der österreichischen Führungskräfte, dass sich 2009 die wirtschaftliche Lage in Europa weiter verschlechtern wird. Kein eindeutiges Stimmungsbild gibt es in Mittel- und Osteuropa (MOE): 54 Prozent der Manager gehen von einer weiteren Verschlechterung aus, 39 Prozent schätzen die Lage als unklar ein. Generell erwarten die Befragten in ihren jeweiligen Branchen ein Nullwachstum oder einen leichten Rückgang in Westeuropa und eine Verlangsamung des Wachstums in Mitteleuropa. Die Einschätzungen zu Russland reichen von reduziertem Wachstum bis zu Umsatzrückgängen von mehr als zehn Prozent.

Westeuropa ist nach den USA am stärksten von der Krise betroffen. Während österreichische Manager den derzeitigen negativen Einfluss mehrheitlich jedoch als gering einstufen (60%) und erst für 2009 mit einer deutlichen Verschlechterung rechnen (72%), sehen die Befragten aus den MOE-Staaten schon die aktuelle Situation im Westen negativer (55%). Dafür sind die Osteuropäer deutlich optimistischer, was die Dauer der Krise angeht: Immerhin 30 Prozent der Manager rechnen damit, dass sie 2010 in Westeuropa keine Rolle mehr spielen wird.

In den mitteleuropäischen Staaten hat die Krise derzeit nur einen leicht negativen Einfluss, die befragten Manager rechnen aber mit einer deutlichen Verschlechterung im kommenden Jahr. Die Krise wird in den mitteleuropäischen Ländern aber nicht so stark zu spüren sein wie im Westen. Generell sehen die Befragten für die Region ein reduziertes Wachstum (33%) oder einen leichten Umsatzrückgang (24%) im Jahr 2009. Zu Russland liefert die Umfrage keine klaren Ergebnisse, die Stimmung unter den Managern ist dreigeteilt: Ein Drittel sieht die Talsohle erreicht, ein Drittel bezeichnet die Situation als unklar und ein Drittel erwartet Schlimmeres.
01.12.2008
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